Methodik

1. Übersicht und Formales

Moderne Softwareentwicklung Das Projekt wird durch ein agiles, modellgeleitetes Vorgehen mit iterativen und inkrementellen Entwicklungsschritten geleitet und schließt die kontinuierliche Interaktion mit realen Stakeholdern ein. Es besteht während sämtlicher Entwicklungsphasen enger Kontakt zu Assistenznehmer*innen im Arbeitgebermodell, Mitarbeiter*innen von Assistenzdienstleistungsfirmen und Assistent*innen. Neben den Stakeholder-Interviews dienen Beobachtungen, die während realer Dienstplanungen und Teamgespräche gemacht wurden, als Grundlage für die Anforderungsanalyse. Schlüsselszenarien und umfangreiche Anwendungsfälle determinieren die Systemanforderungen. Ihre Identifikation folgt zunächst einem deskriptiven Ansatz mit Fokus auf die Benutzer*innen-Perspektive und wird anschließend mittels UML-Modellierungen in ein Software-Konzept überführt.

2. Agile Entwicklung

Flexibilität und schnelle Reaktionen auf geänderte Anforderungen “Agile Softwareentwicklung bezeichnet Ansätze im Softwareentwicklungsprozess, die die Transparenz und Flexibilität erhöhen und zu einem schnelleren Einsatz der entwickelten Systeme führen sollen, um so Risiken im Entwicklungsprozess zu minimieren. Die Kernidee besteht darin, Teilprozesse möglichst einfach und somit beweglich (=agil) zu halten.” (Siepermann/ Gabler 2018) Die agile Softwareentwicklung ist in Abgrenzung zu klassischen Softwareentwicklungsmethoden wie dem Wasserfall oder V-Modell entwickelt worden. Zugrunde liegt die Feststellung, dass sich Anforderungen und Wünsche von Kund*innen laufend ändern und Softwareprojekte nicht im Voraus detailliert planbar sind.

3. Human Centered Design

Im Mittelpunkt der Anforderungsanalyse stehen die Nutzer*innen Die menschzentrierte Softwarentwicklung geht aus dem Fachgebiet Mensch-Computer-Interaktion (MCI), auf Englisch Human Computer Interaction (HCI), hervor. Sie beschäftigt sich - vereinfacht gesagt - mit der Kontaktzone zwischen Mensch und Maschine. Warum Human Centered Design? Ziel ist es, interaktive Systeme zu entwickeln, die eine möglichst gute User Experience erzielen. Diese ist definiert als die „Wahrnehmungen und Reaktionen einer Person, die aus der tatsächlichen und/ oder der erwarteten Benutzung eines Systems, eines Produkts oder einer Dienstleistung resultieren” (ISO-Norm 9241-210 2019: 10)

4. Modellgeleitetes Vorgehen

Inhalte folgen → Nächstes Kapitel: Projektmanagement

5. Projektmanagement

Inhalte folgen → Nächses Kapitel: Stack

6. Stack

Ein Überblick über Tools und Ressourcen, die im Laufe des Projekt zum Einsatz kamen.

7. Ressourcen

Interview-Partner*innen Durch meine langjährige Arbeit als Persönliche Assistentin mit Erfahrung im Arbeitgeber- und Assistenzdienstmodell konnte ich umfangreiche Kontakte zu Assistenznehmer*innen, Assistent*innen sowie Teamleitungen und Mitarbeiter*innen aus der Verwaltung knüpfen. Für die Umsetzung des Projekts habe ich mich mit sieben Personen über ihre Erfahrungen unterhalten, darunter Assistenznehmer*innen im Arbeitgebermodell, Assistenznehmer*innen im Dienstleistungsmodell, Teamleitungen von Assistenzfirmen und Assistent*innen. Drei der Interviewpartner*innen - zwei Assistenznehmer*innen im Arbeitgebermodell und ein Assistent mit Dienstplanungsbefugnissen - sind eng in regelmäßige Feedbacks eingebunden.

3. Human Centered Design

Im Mittelpunkt der Anforderungsanalyse stehen die Nutzer*innen

Die menschzentrierte Softwarentwicklung geht aus dem Fachgebiet Mensch-Computer-Interaktion (MCI), auf Englisch Human Computer Interaction (HCI), hervor. Sie beschäftigt sich - vereinfacht gesagt - mit der Kontaktzone zwischen Mensch und Maschine.


Warum Human Centered Design?

Ziel ist es, interaktive Systeme zu entwickeln, die eine möglichst gute User Experience erzielen. Diese ist definiert als die „Wahrnehmungen und Reaktionen einer Person, die aus der tatsächlichen und/ oder der erwarteten Benutzung eines Systems, eines Produkts oder einer Dienstleistung resultieren” (ISO-Norm 9241-210 2019: 10)

Zu den Zielen der menschzentrierten Entwicklung gehören auch die Aspekte Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Sicherheit.

In der ISO-Norm 9241-210 von 2019 sind folgende Grundsätze der menschzentrierten Gestaltung festgehalten:

*- Die Gestaltung beruht auf einem umfassenden Verständnis der Benutzer, Aufgaben und Arbeitsumgebungen.

  • Die Benutzer sind während der Gestaltung und Entwicklung einbezogen.
  • Das Verfeinern und Anpassen von Gestaltungslösungen wird fortlaufend auf der Basis benutzerzentrierter Evaluierung vorangetrieben.
  • Der Prozess sieht Iterationen vor.
  • Bei der Gestaltung wird die gesamte User Experience berücksichtigt.
  • Das Gestaltungsteam vereint fachübergreifende Kompetenzen und Gesichtspunkte.*

ISO-Norm 9241-210 2019


HCD im Projekt-Kontext

Im Rahmen des Projekts bediene ich mich verschiedener Methoden, die in der Tradition der menschzentrierten Entwicklung stehen. Denn die Interaktion zwischen Mensch und Maschine erfolgt immer in einem bestimmten Kontext und wird durch diesen beeinflusst: “What is central is a phenomenological viewpoint, in which all action, interaction, and knowlege is seen as embodied in situated human actors.” (Harrison 2007: 7)

Dieses Verständnis zeigt sich in der ausführlichen Analyse der Benutzer*innen und des Nutzungskontextes, die auch institutionelle und gesellschaftliche Rahmenbedingungen einbezieht. Es geht darum, die Bedürfnisse und Anforderungen möglichst umfassend, genau und korrekt zu erfassen, um problem- und kontextadäquate Lösungen zu entwickeln.

Diskriminierende, ableistische Denk- und Interpretationsmuster können einem solchen Verständnis entgegenwirken, das zeigen Projekte und Vorhaben des Typs „gut gemeint, aber schlecht gemacht” immer wieder.

Eine Auseinandersetzung mit diesen Themen ist daher nicht nur im Sinne des Grundsatzes der Sozialen Verantwortung geboten, sondern auch essenziell für eine gelungene User Experience und damit für die Qualität des angestrebten Produkts.

Ableismus


Methoden und Techniken

  • Interviews, direkte Zusammenarbeit, regelmäßige Feedbacks
  • Einbinden unterschiedlicher Rollen innerhalb der Persönlichen Assistenz
  • Ausführliche Stakeholder-Analyse
  • User Profiles/ Personas
  • Usability-Tests
  • Szenarien (narrativ und modelliert)

Nächstes Kapitel: Modellgeleitetes Vorgehen