4. Die Dienstplangestaltung
Dienstplanmanagement im Fokus des Projekts
Die Dienstplangestaltung erfolgt in der Regel für den Folgemonat. Für die meisten Assistenznehmer*innen und Assistent*innen ist dies der beste Kompromiss aus Planungssicherheit und Flexibilität. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen die Pläne für zwei Folgemonate erstellt werden. Kritische Zeiträume wie die Feiertage am Ende Jahres erfordern zudem häufig eine frühzeitige Planung.
In der Persönlichen Assistenz ist die Zahl an möglichen Arbeitsstunden durch den Bedarf der Assistenznehmer*innen determiniert. Es ist (mit seltenen Ausnahmen) nur eine Assistenz im Einsatz, die Verteilung der Arbeitsstunden entspricht daher einem Nullsummenspiel.
Welche Faktoren beeinflussen die Einsatzplanung?
Eine erfolgreiche Dienstplangestaltung fußt auf verschiedenen Faktoren:
Team und Bedarfsdeckung
- Wie viele Stunden am Tag/ in der Woche/ im Monat wird die Assistenz benötigt?
- Wie viele Assistent*innen arbeiten im Team?
- Welche Stundenvereinbarungen sind mit den einzelnen Assistent*innen getroffen worden?
- Sind die Fähigkeiten der Assistent*innen und ihre bevorzugten Einsatzzeiträume breit genug gestreut, um den Planungszeitraum zuverlässig abzudecken und alle Vorhaben realisieren zu können?
Verfügbarkeiten
- Wann und auf welche Art müssen die Assistent*innen ihre Angaben einreichen?
- Wie viele verfügbare Tage müssen die Assistent*innen angeben, um die Bedarfsdeckung sicherzustellen?
- Wie viele Tage dürfen Assistent*innen am Stück “blockieren”, ohne Urlaub zu beantragen?
Zeitplanung
- Wann wird der Dienstplan erstellt?
- Wann müssen die Angaben zur Verfügbarkeit spätestens eingereicht werden?
Ausgleich
- Wie kann erreicht werden, dass alle Assistent*innen die ihnen zugesicherte Stundenzahl weder zu stark unter- noch überschreiten?
- Wie kann ein gutes Verhältnis zwischen garantierter Arbeitszeit für Assistent*innen und Versorgungssicherheit für Assistenznehmer*innen hergestellt werden?
Überstunden
- Die Assistenz erfolgt häufig in 24-Stunden-Blöcken. Bei Ausfällen kann sich daher schnell eine hohe Zahl an Überstunden für die Assistent*in ergeben, die einspringt und die Schicht(en) übernimmt.
- Manche Assistenznehmer*innen und Assistenzdienste zahlen deshalb ein Flexgehalt aus, das immer die konkrete Zahl an Arbeitsstunden abrechnet.
Dienstplanmanagement im laufenden Planungszeitraum
Zusätzlich zum Erstellen neuer Dienstpläne muss auch der laufende Planungszeitraum gemanaged werden.
Arbeitszeitdokumentation
- Welche Änderungen treten im laufenden Planungszeitraum auf? Gründe für solche Änderungen können Verspätungen, Ausfälle oder ein Schichttausch zwischen Assistent*innen sein.
- Wie werden Abweichungen dokumentiert?
Ausfallmanagement
- Wer kann einspringen, wenn ein*e Assistent*in ausfällt?
- Wie können möglichst zeitnah Rückmeldungen von allen Assistent*innen erhalten werden?
- Falls niemand die Schicht komplett übernehmen kann, ließe sie sich zwischen zwei oder mehreren Assistent*innen aufteilen?
- Gefährdet eine Aufteilung der Schicht die Tagesplanung? Wann und wo würde der Wechsel stattfinden?
Beispielhafter Ablauf
Experience Map und HTA folgen
Herausforderungen, Risiken, Schwierigkeiten
Abbildung folgt